Wir nehmen oft Anstoß daran: „Ich tue so viel für ihn, aber er weiß es nicht zu schätzen!“ und merken nicht, dass wir Liebe in der für uns bequemen Verpackung geben, nicht in der, die unser Partner erwartet.
Psychologen nennen das einen Projektionsfehler: Eine Person glaubt aufrichtig, dass, wenn sie selbst mit Worten der Unterstützung zufrieden ist, der Partner vor Komplimenten schmelzen sollte, obwohl sein „Empfänger“ in Wirklichkeit auf die Welle der Berührung oder der praktischen Hilfe eingestellt ist, berichtet der Korrespondent von .
Der Konflikt der Liebessprachen ist eine der Hauptursachen für die Abkühlung, wenn beide sich aufrichtig bemühen, aber keiner sich geliebt fühlt. Die Forschung bestätigt: Der Ausdruck der Zuneigung wirkt sich direkt auf die Zufriedenheit eines Paares aus, und es kommt nicht so sehr auf die Art des Ausdrucks an, sondern auf seine Quantität und Qualität.
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Wissenschaftler der Universität Washington fanden heraus: Selbst wenn ein Partner emotional und der andere zurückhaltend ist, fühlen sie sich glücklicher als ein Paar, bei dem beide kalt sind, denn die Atmosphäre der Wärme schafft genau die „Reserve des guten Willens“, die hilft, Krisen zu überstehen. Die Hauptsache ist nicht die Ähnlichkeit, sondern die Intensität der Zuwendung, die Sie ausstrahlen.
Wie kann man verstehen, welche Sprache der Partner spricht? Experten schlagen eine einfache Übung vor: Beobachten Sie, was er oder sie anderen gibt, was er oder sie verlangt, was er oder sie ablehnt.
Wenn er sich ständig darüber beschwert, dass Sie ihn nicht genug umarmen, dann ist seine Sprache die der Berührung. Wenn er sich für ein köstliches Abendessen bedankt, aber nie um eine Massage bittet, ist sein Kanal vielleicht das Dienen.
Und das Wichtigste: Fragen Sie direkt, aber ohne Druck: „Was tröstet Sie an schwierigen Tagen? Was gibt Ihnen Kraft? Was würden Sie gerne öfter von mir bekommen?“ .
Dann beginnt der spaßige Teil – die Kalibrierung. Bei der Personalisierung der Pflege geht es nicht um teure Überraschungen, sondern um Präzision und Vorhersehbarkeit: „ein kurzer Anruf am Nachmittag“, „eine fünfminütige Umarmung am Abend“, „Sonntagsfrühstück ohne Telefon“.
Wenn eine Person weiß, was sie erwarten kann, entspannt sich ihr Nervensystem und sie beginnt zu vertrauen. Und Vertrauen ist der Treibstoff für Intimität: Es macht selbst bescheidene Gesten spürbar und unvergesslich.
Sie müssen nicht alle sechs Monate eine Show veranstalten – kleine, regelmäßige „Ich bin für dich da, ich erinnere mich, du bist wichtig“-Signale reichen aus.
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