Warum eine Katze ins Leere starrt: Gespräche mit einer Parallelwelt oder Raubtiervision

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Ihre Katze plötzlich erstarrt und angestrengt in eine Zimmerecke starrt, in der sich absolut nichts befindet?

Sie kann auf einen unsichtbaren Punkt starren, den Kopf drehen und dann abrupt aus ihrem Sitz aufspringen und das Nichts angreifen, berichtet .

Die Besitzer scherzen über Haushexen oder Geister, aber es gibt eine wissenschaftliche, wenn auch nicht weniger mysteriöse Erklärung für dieses seltsame Verhalten. Das Sehvermögen einer Katze ist anders organisiert als das unsere.

Sie sehen die Welt in eher gedämpften Farben, sind aber besonders gut darin, winzige Bewegungen und das ultraviolette Spektrum zu erkennen. Was uns wie eine leere Ecke erscheint, kann für eine Katze ein lebendiger Raum sein, in dem Sonnenhasen spielen, Staubflecken im ultravioletten Licht spielen oder Schatten eines Vogels vor dem Fenster fliegen, die wir einfach nicht erkennen können.

Auch das Gehör von Katzen macht einen Unterschied. Sie hören die Ultraschallgeräusche, die Mäuse und Insekten machen.

Vielleicht raschelt jemand hinter einer Wand oder im Keller, und das Geräusch wird in dieser bestimmten Ecke reflektiert. Die Katze weiß nicht, dass sich die Quelle hinter der Wand befindet, sie lokalisiert den Punkt, von dem das Geräusch kommt, und versucht, das Gehörte visuell zu bestätigen.

Dies ist ein Konflikt der Sinnessysteme, der wie eine hypnotische Kontemplation der Leere aussieht. Die dritte Ursache sind altersbedingte Veränderungen.

Ältere Katzen können wie Menschen kognitive Funktionsstörungen entwickeln, die der Alzheimer-Krankheit ähneln. Sie sehen Dinge, die nicht da sind, hören Geräusche, die nicht existieren.

Wenn Ihre alte Katze oft und lange ins Leere starrt und es dann so aussieht, als würde sie „aufwachen“ und nicht mehr wissen, wo sie ist, ist das ein Grund, den Tierarzt zu konsultieren, und keine mystischen Theorien. In den meisten Fällen handelt es sich jedoch nur um ein räuberisches Absuchen des Raums.

Katzen sind von Natur aus Lauerjäger. Ihre Gehirne analysieren ständig, auch im Ruhezustand, die Umgebung auf potenzielle Beute.

Ein starrer Blick auf einen bestimmten Punkt kann bedeuten, dass die Katze in den Hyperfokusmodus übergegangen ist und darauf wartet, dass sich ein (reales oder imaginäres) Objekt bewegt. Wenn Sie also Ihre Katze dabei erwischen, lassen Sie sich nicht erschrecken und versuchen Sie nicht, sie abzulenken.

Wahrscheinlich tut sie nur ihren katzenhaften Job – sie bewacht Ihr Zuhause vor unsichtbaren, aber potenziell gefährlichen Kleinstlebewesen. Wenn Sie sich wirklich einmischen wollen, versuchen Sie, mit Ihrer Hand langsam in die Richtung zu streichen, in die er schaut.

Manchmal wird dadurch ein Spielmodus ausgelöst, und der „Geist“ verwandelt sich in eine fröhliche Motte an einer Schnur.

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