Wie man im September Radieschen ernten kann, wenn die Nachbarn bereits Kartoffeln ausgraben: das zweite Leben der kurzen Tageslichtstunden

Jeder Gärtner ist daran gewöhnt, Rettich als reine Frühlingsgeschichte zu betrachten und vergisst dabei, dass sich diese Kultur in den langen Junitagen kategorisch weigert, eine Wurzel zu bilden, und mit einer Hartnäckigkeit, die einer besseren Bewerbung würdig wäre, in einen Pfeil übergeht.

Aber sobald die Sonne sich dem Herbst zuwendet, Ende Juli – Anfang August, kommt seine Sternstunde, die man nicht verpassen darf, berichtet der Korrespondent von .

Das Land ist zu diesem Zeitpunkt bereits von Frühkartoffeln, Knoblauch oder Grünzeug befreit, und es bis zur nächsten Saison leer stehen zu lassen, ist für einen sparsamen Besitzer ein inakzeptabler Luxus. Radieschen, die zu diesem Zeitpunkt gesät werden, sind in nur drei bis vier Wochen reif und bringen knackiges Wurzelgemüse auf den Tisch, wenn die Hauptvorräte langsam langweilig werden.

TUT Nachrichten

Der wichtigste Trick dabei ist, es mit dem Stickstoff nicht zu übertreiben, sonst bekommt man statt saftiger Bällchen ein riesiges Kraut, um das einen jeder Spinat beneiden wird. Es genügt, ein wenig Asche in die Furchen zu streuen und den Boden vor der Aussaat gut zu wässern, damit die Samen nicht im Staub ersticken.

Es lohnt sich, für die Wiederaussaat spezielle Sorten zu wählen, die gegen natürliche Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen resistent sind. Agrarwissenschaftler empfehlen die Sorten „Diego F1“, „Melito F1“ und „Champion F1“, die für ihre hervorragende Festigkeit bekannt sind und auch bei später Ernte nicht zu Baumwolle werden.

Übrigens ist es der Herbstrettich, der fast nie bitter ist und im Inneren nicht auf jene sehr unangenehmen Hohlräume trifft, die im Frühjahr so sehr die Stimmung verderben. Er wächst langsam, ohne Hitzestress, und gewinnt dabei einen gleichmäßigen, saftigen Geschmack, als hätte ihn die Natur extra für einen Abschiedssalat aufgehoben.

Scheuen Sie sich nicht, etwas dichter zu säen – Experten raten, die Aussaatmenge im Vergleich zum Frühjahr sogar um zwanzig bis dreißig Prozent zu erhöhen. Ein Teil der Setzlinge wird unweigerlich unter den Launen des Wetters oder unterirdischen Schädlingen leiden, aber die übrigen Pflanzen sind mehr als genug, um die Hausfrau mit Vitaminen zu überschwemmen.

Nach dem Radieschenbeet kann man getrost Senf oder Phacelia aussäen – die Siderate haben Zeit, vor dem Frost grüne Masse zu bilden und gehen unter dem Schnee als organischer Dünger. So ein kleines Wurzelgemüse startet eine ganze Förderband der Fruchtbarkeit auf Ihrem Grundstück.

Lesen Sie auch

  • Wie viele Jahre leben Gartenerdbeeren: Wann es Zeit ist, die Pflanzung zu erneuern
  • Warum man Johannisbeeren mit kochendem Wasser übergießt: eine altmodische Methode gegen Nierenmilben


Share to friends
Rating
( No ratings yet )
Nützliche Tipps und Lifehacks für den Alltag