Trotz ihres Alters weigert sich ihre Großmutter, zu Hause zu bleiben, und verbringt den ganzen Sommer im Garten.
Doch jedes Jahr fällt es ihr schwerer und schwerer, die Beete zu jäten und die schweren Gießkannen zu tragen, wie ein Korrespondent von berichtet.
Angesichts ihrer Qualen beschloss ich, einen Weg zu finden, ihr das Leben zu erleichtern, und stieß auf eine Methode, die die Pflege des Gemüsegartens grundlegend verändert. Es geht um das Mulchen, aber nicht einfach nur darum, Gras unter einen Busch zu werfen, sondern um einen systematischen Ansatz zur Schaffung „intelligenter“ Beete.
Wir haben aufgehört, den Boden zweimal im Jahr mit dem Spaten umzugraben, sondern lockern ihn einfach mit dem Pflug und bedecken ihn sofort mit einer Schicht Stroh, Heu oder sogar gewöhnlicher Pappe.
Der Effekt war verblüffend: Unkraut wuchs nicht mehr, weil es einfach nicht genug Licht hatte, um die dichte Mulchschicht zu durchdringen. Die Feuchtigkeit unter dem Schutz bleibt doppelt so lange erhalten, und jetzt müssen wir nicht mehr jeden Abend gießen, sondern nur noch alle paar Tage, selbst bei großer Hitze.
Für Mama war das eine echte Erleichterung – sie musste nicht mehr über jedes Beet gebeugt stehen. Die Wege zwischen den Beeten haben wir mit Sägespänen und dichtem Material ausgelegt, damit wir nach dem Regen laufen können und nicht ausrutschen.
Es ist sehr wichtig, den richtigen Mulch zu verwenden: Frische Sägespäne säuern den Boden an, daher ist es besser, überreife zu nehmen oder sie mit Asche zu mischen. Stroh ist jedoch ideal, da es die Luft durchlässt, aber kein Wasser verdunsten lässt.
Auch im Gewächshaus haben wir einen Trick angewandt: Wir haben an der Decke Streifen aus Spinnvlies angebracht, damit das Kondenswasser nicht auf die Tomaten tropft, sondern an den Wänden herunterfließt.
Viele Leute haben Angst, dass sich im Mulch Schnecken oder Mäuse befinden. Ja, das ist ein Risiko, aber wenn man die Schicht nicht zu dick und feucht macht und auch Asche oder Tabakstaub in den Reihen verwendet, umgehen die Schädlinge solche Beete. Aber Würmer unter dem Mulch vermehren sich aktiv und lockern den Boden für uns auf.
Jetzt ist meine Großmutter mehr mit ihren Lieblingsblumen beschäftigt, als mit dem mühsamen Jäten, und die Pflanzen sind nur gewachsen. Die Erde trocknet nicht aus, wird nicht rissig, und ihre Struktur wird jedes Jahr lockerer und fruchtbarer, wie im Wald.
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