Warum Zitronensäure ins Unkrautfass: Die Chemie der Stickstoffkonservierung im Rasendünger

Die grüne Gülle, die in der alten Plastiktonne unter dem Zaun blubbert, riecht so, dass die Nachbarn Ihr Grundstück meiden werden, aber die Pflanzen lieben diesen Duft mehr als die exquisitesten Parfüms.

Brodilovka aus Brennnesseln, Löwenzahn und Unkraut ist ein flüssiges Mittagessen aus Stickstoff, Kalium und Mikroelementen, das null Rubel kostet, wenn man die Technik der Zubereitung kennt, berichtet der Korrespondent von .

Der Gärtner, dessen Ratschläge im ganzen Land zitiert wurden, verriet das wichtigste Geheimnis: Wenn man den Kräutertee länger als sieben Tage aufbewahrt, entweicht der Stickstoff aus ihm in die Atmosphäre und hinterlässt nur einen dürftigen mineralischen Rückstand. Aber wer würde schon ein ganzes Fass wertvollen Düngers verschwenden, nur weil er ihn nicht rechtzeitig verbraucht hat?

Der Ausweg war genial einfach: Ein Teelöffel Zitronensäure auf zehn Liter Lösung schafft ein saures Milieu, das die Stickstoffverflüchtigung blockiert und den Dünger für die nächsten Wochen konserviert. Jetzt kann man die Gärung in großen Mengen durchführen, ohne befürchten zu müssen, dass sie sich am Wochenende in nutzloses Wasser mit Gras verwandelt.

Geschnittenes Gras wird in einen schwarzen Müllsack gestopft, mit einer Gabel ein paar Löcher hineingestochen, zugebunden und eine Woche lang im Schatten stehen gelassen, woraufhin sich die verrottende Masse in ein geruchloses Konzentrat verwandelt. Ein Drittel eines solchen Müllsacks wird mit zehn Litern Wasser übergossen, umgerührt – und man erhält ein ideales Futter für Gurken, Paprika, Auberginen und Kürbisse, die darauf mit sofortigem Wachstum und üppigem Fruchtansatz reagieren.

Gleichzeitig gibt es keinen Geruch, keine Nachbarschaftsbeschwerden und keine Chemie. Löwenzahn, von der Wurzel gepflückt, ist besonders wertvoll: Seine langen Stängel enthalten Kalium aus einer Tiefe, die für Kulturpflanzen unzugänglich ist.

Wenn man solche Wurzeln in den Fermenter gibt, erhält man nicht nur einen Stickstoffbolus, sondern einen ausgewogenen Mehrnährstoffdünger, der fast so gut ist wie die Analoga aus dem Laden. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass die Fermentation eine Stickstoff-Kalium-Bombe ist, und es sollte in der ersten Hälfte des Sommers verwendet werden, wenn die Pflanzen grüne Masse und Eierstöcke aufbauen.

Im August, wenn sich die Tomaten rot färben und Phosphor benötigen, führt ein Überschuss an Stickstoff nur zu fettigen und rissigen Früchten und schadet Ihrem Eifer.

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