Warum Meerrettichblätter Tomaten besser vor Phytophthora schützen als Kupfersulfat: eine grüne Apotheke im Hinterland

Jeden Herbst mäht Phytophthora die Tomatenkulturen mit der Ausdauer einer Naturkatastrophe nieder, und die Gärtner greifen zu kupferhaltigen Präparaten und vergessen dabei völlig, dass am Rande ihres eigenen Grundstücks eine Pflanze wächst, die schlimmer ist als jeder Pilz.

Der Meerrettich, dieser ewige Aggressor, der nicht entfernt werden kann, ist in Wirklichkeit ein natürliches Antiseptikum, dessen Wurzeln in der Lage sind, den Boden um sie herum zu sterilisieren, berichtet der Korrespondent von .

Der Aufguss von Meerrettichwurzeln gegen Phytophthora und andere Pilzkrankheiten wirkt nicht schlechter als die Fungizide aus der Fabrik, ist aber für Bienen, Kinder und Katzen, die über die Beete laufen, absolut ungefährlich. Ein halbes Kilo zerkleinerte Wurzel wird mit fünf Litern Wasser übergossen, darauf bestanden, ausgepresst, wieder übergossen und dann auf zehn Liter aufgefüllt – so erhält man ein Konzentrat mit Kernkraft.

Vor dem Sprühen verdünnt man diese Infusion im Verhältnis von dreihundert Gramm pro Eimer Wasser, fügt ein wenig Waschseife zum Verkleben hinzu und behandelt die Sträucher alle zehn Tage, beginnend mit dem Zeitpunkt des Fruchtansatzes. Phytophthora-Sporen vertragen eine solche Umgebung einfach nicht.

Es gibt auch ein radikaleres Rezept: zerkleinerte Wurzel besteht fünf Tage an einem warmen, dunklen Ort, und dann für die Arbeitslösung ist genug nur sechzig Gramm Extrakt pro Eimer. Dies ist bereits eine Massenvernichtungswaffe gegen Peronosporose an Gurken und Mehltau an Johannisbeeren.

Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass die vom Meerrettich abgegebenen Phytonzide – flüchtige und instabile Substanzen – unter der Sonne innerhalb weniger Stunden zerstört werden. Daher sollten die Pflanzen entweder am späten Abend oder am frühen Morgen besprüht werden, und die vorbereitete Lösung sollte sofort verwendet werden, ohne sie für morgen aufzubewahren.

Im Kampf gegen Blattläuse und Spinnmilben bewährt sich auch Meerrettich, vor allem wenn man seinen Aufguss mit einer Abkochung aus scharfem Pfeffer mischt. Ein Kilo frische oder ein halbes Kilo getrocknete, zerkleinerte Schoten eine Stunde lang in zehn Litern Wasser kochen, zwei Tage lang ziehen lassen, zu Brei mahlen und dann zum Meerrettichkonzentrat geben.

Ein solcher Trank wird monatelang an einem dunklen, kühlen Ort gelagert und ermöglicht es, Schädlingen jederzeit lokal die Hölle heiß zu machen, ohne auf giftige Chemie zurückgreifen zu müssen. Dies ist keine Rückkehr in die Steinzeit, sondern ein bewusster Schritt in Richtung eines gesunden Gartens, in dem sich Krankheiten ohne schweres Geschütz zurückziehen.

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