Warum ein Hund unbedingt Routine braucht: Wenn Vorhersehbarkeit zu Sicherheit wird

Sie halten sich für einen spontanen Besitzer, aber für Ihren Hund ist das kein Vorteil, sondern eine Quelle ständiger Anspannung.

Ihre Welt basiert nicht auf Überraschungen, sondern auf Ritualen: ein Spaziergang um sieben Uhr morgens, Mittagessen um zwei, abendliches Spiel um neun, so ein Korrespondent von .

Jede Abweichung von diesem Zeitplan ist für sie nicht nur eine Planänderung, sondern ein Weckruf, dass im Rudel etwas schief gelaufen ist, was bedeutet, dass es Zeit ist, nervös zu werden. Dieses Bedürfnis nach Vorhersehbarkeit ist im Rudelinstinkt verwurzelt.

In der freien Wildbahn ist eine klare Routine (Übergänge, Jagen, Ausruhen) der Schlüssel zum Überleben. Ein Familienhund sucht instinktiv nach denselben Mustern.

Wenn sie vorhanden sind, entspannt sie sich, weil sie Ihnen alle wichtigen Entscheidungen anvertrauen kann. Wenn sie nicht da sind, schaltet ihr Gehirn auf höchste Alarmbereitschaft, was sich in Angst, Bellen oder zwanghaftem Verhalten äußert.

Deshalb kann es sein, dass Ihr Haustier um Punkt 18.00 Uhr anfängt zu winseln oder seine Nase in die Leine steckt. Das ist keine Laune, sondern der Ausdruck eines inneren Bedürfnisses nach Ordnung.

Diese Routine ist ihre Art, die Zeit zu markieren und ein Gefühl der Kontrolle über ihr Leben zu schaffen. Wenn Sie sie ohne triftigen Grund unterbrechen, fördern Sie nicht die Flexibilität, sondern zerstören eine der Säulen ihres psychischen Wohlbefindens.

Routinen sind besonders wichtig für Hunde, die gestresst sind oder aus einem Tierheim kommen. Für sie wird der Tagesablauf zu einem Anker, der sie in einer neuen, noch nicht vollständig verstandenen Realität festhält.

Er vermittelt ihnen: „Hier ist alles stabil, hier bedroht dich nichts“. In diesem Zusammenhang hat eine zur gleichen Zeit gefüllte Schale nicht nur eine ernährungsphysiologische, sondern auch eine tiefgreifende therapeutische Bedeutung.

Verhaltensexperten raten dazu, nicht nur einer Routine zu folgen, sondern kleine, verständliche Rituale rund um wichtige Ereignisse zu schaffen. Zum Beispiel sollten vor einem Spaziergang immer die Schuhe angezogen oder vor dem Füttern ein bestimmtes Kommando gegeben werden.

Diese Ketten von Handlungen geben Ihrem Hund ein Gefühl der Vorhersehbarkeit und der Beteiligung und verringern so die Hintergrundangst. Ihre „langweilige“ Pünktlichkeit ist also in Wirklichkeit ein Akt der Liebe.

Indem Sie eine klare Routine aufbauen, errichten Sie unsichtbare Mauern der Sicherheit für Ihren Hund, innerhalb derer er endlich aufhören kann, ein Beschützer zu sein, und einfach nur ein Hund sein kann. Sein Seelenfrieden ist ein direktes Ergebnis Ihrer Fähigkeit, eine berechenbare Führungspersönlichkeit in einer unberechenbaren Welt zu sein.

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